Madritschspitze   (3265 M)

 
Italien, Südtirol, Vinschgau, Ortlergebiet
 
 
   


Anfahrt 1:

Autobahn A13 Innsbruck - A22 Verona, Ausfahrt Bozen Süd, weiter Bundesstraße 38 Richtung Meran, Reschen. In Goldrain (Coldrano) abbiegen ins Martelltal. Das Tal bis zum Ende fahren und bei dem Parkplatz der Zufallhütte parken.


Anfahrt 2:
Autobahn A12 Innsbruck - Bregenz, Ausfahrt Nr.144 Reschen, Bundesstraße 180 Richtung Reschen, Italien. Weiter Bundesstraße 40 Richtung Meran, Bozen. In Goldrain (Coldrano) abbiegen ins Martelltal. Das Tal bis zum Ende fahren und bei dem Parkplatz der Zufallhütte parken.


Kartenmaterial:
Tobacco Nr. 045, Latsch, Martell, Schlanders / Nationalpark Stilfserjoch - Cevedale


Tourkurzbeschreibung
:
Parkplatz Zufallhütte (2055m) - Zufallhütte (2265m) - Madritschspitze (3265m) - Zufallhütte (2265m) - Parkplatz Zufallhütte (2055m)


Tour-Charakteristik:
Eine lange, aber nicht anstrengende Tour.


Wegbeschaffenheit:
Von Zufallhütten Parkplatz bis zur Zufallhütte führt der breite Weg Nr. 150. Ab der Hütte führt der Web Nr. 151 durch das Martelltal, welchen man jedoch unmittelbar vor der Brücke über den Bach verlässt. Ab dort gibt es nur noch teilweise einen Weg auszumachen.


Tourdatum und -verhältnisse:
-  14.08.2011 bis Mittag strahlend blauer Himmel, ab Mittag dann Wolkenaufzug, aber trocken.
-  05.09.1991 wolkenloser Himmel, ein Traumwetter.
-  08.08.1991 wolkenloser Himmel, ein Traumwetter.
-  02.08.1990 wolkenloser Himmel, ein Traumwetter.


Tourart:
Hochtour, ohne Gletscher.
Diese Tour wurde von mir und einem Gast als geführte Tour gemacht.


benutzte Ausrüstung:
A
   ->   feste Bergschuhe, Gamaschen, der Rest kann aus der Liste entnommen werden.


Exposition:
Ost


Gefahren:

-  Der Ostgrat etwas ausgesetzt und nach Norden steil abfallend und erfordert leichte Kletterei.


Fazit:

Es ist eine leichte Hochtour, ohne große Schwierigkeiten zu bewältigen. Gute Kondition und Ausdauer jedoch vom Vorteil, die sie doch lange geht. Die Route würde uns vom Hüttenwirt empfohlen, da der Weg vom Madritschjoch zur Madritschspitze stellenweise durch letzte Schneefelder zu gefährlich gewesen wäre.


Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten direkt auf der Tourroute:

Zufallhütte (2265m)


Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten abseits der Tourroute:
Marteller-Hütte (2610m)
Casatihütte (3254m)
Schaubachhütte (2581m)
Madritschhütte (2818m)


Tourfakten:

Ausgangspunkt: - Zielpunkt: Aufstieg Höhenmeter: Zeit:
Parkplatz Zufallhütte (2055m) - Zufallhütte (2265m) 210 m ca. 0,5 Std.
Zufallhütte (2265m) - Madritschspitze (3265m) 1000 m ca. 4 Std.

gesamt:

1210 m

ca. 4,5 Std.

Ausgangspunkt: - Zielpunkt: Abstieg Höhenmeter: Zeit:
Madritschspitze (3265m) - Zufallhütte (2265m) 1000 m ca. 4 Std.
Zufallhütte (2265m) - Parkplatz Zufallhütte (2055m) 210 m ca. 0,5 Std.

gesamt:

1210 m ca. 4,5 Std.

komplett:

2420 m ca. 9 Std.

Die Gehzeiten und Schwierigkeitsangaben  sind Durchschnittswerte, die bei günstigen Verhältnissen gültig sind. Bei ungünstigen Verhältnissen
(z.B. Wettersturz, Nebel, Lawinenlage) können sich die Anforderungen erheblich ändern.

 

Tourbilder

 

Karte

Tobacco Blatt 045 - Latsch / Martell / Schlanders


 


Tour-Beschreibung:

Aufstieg:

Vom Parkplatz der Zufallhütte (1) führt der Weg Nr. 150 in einer guten halben Stunde zur Zufallhütte (2) hinauf. Unmittelbar nach der Hütte führt der Weg Nr. 151 leicht nord-westlich Taleinwärts in das Madritschtal. Nach wenigen Gehminuten erreicht man die erste Hochebene, durch die sich ein kleiner Bach schlängelt. Den Weg verlässt man unmittelbar vor der Brücke (3), vor dem Bach und hält sich links neben dem Baches über die Wiese weiter taleinwärts. Zuerst wandert man über eine
Wiese weiter bergauf. Stellweise sind einzelne grobe Geröllfelder zu queren. Nach einer ungefähren Gehzeit nach der Brücke hat man den Grat (4) erreicht und hat einen ersten grandiosen Blick auf die Zufallspitzen und den späteren Abstieg über das Butzental. Am Grat wendet man sich gen Westen und folgt den Grat bis hinauf zum Gipfel der Madritschspitze (5). Der Weg über den Grat verläuft bergauf und bergab, vorbei an schönen Felstürmen und es sind einige leichte Kletter-

passagen (UIAA 1 - 2) dabei, die allerdings nicht schwierig sind, jedoch etwas Erfahrung und Trittsicherheit erfordern, da die Nordwand sehr steil in das Madritschtal und auch stellenweise in das Butzental abfallen. Die letzten wenigen Minuten zum Gipfel führen noch einmal über ein Geröllfeld, was jedoch nicht so grob ist wie der weiter unten im Madritschtal. Den Gipfel erreicht, hat man einen gewaltigen Rundumblick, zu den Zufallspitzen, Cevedale, in die Silvretta, Similaun uvm.


Abstieg:
Der Abstieg erfolgt dann über das Butzental. Vom Gipfel folgt man den Weg ostwärts, der zuerst ein Stück südlich, parallel zum Aufstiegsweg, bevor er dann weiter in Serpentinen über des Geröllhang hinunter Richtung zu den kleinen See führt. Nach dem See geht man weiter über den Granhang hinunter und kann nach einiger Zeit bei einem Abzweig entweder recht weiter gehen und kommt auf den Weg Nr. 150, welcher vom Eisseepass zur Zufallhütte führt, oder man geht links weiter

über den Granshang, auf welchem man sich größtenteils den Weg wieder selber suchen muss. An einer Stelle ist noch mal eine Kletterei (UIAA 2) zu überwinden, auf welcher ein Geröllfeld folgt. Nach einiger Zeit kommt man dann direkt bei der alten Staumauer wieder auf den Weg Nr. 150.